Das Internet als Musik- und Videolieferant

Das Internet hat in den letzten Jahren so manche Einkaufsgewohnheiten verändert. Das gilt auch für den Multimediabereich, denn es gibt inzwischen derart viele Angebote für Musik und Videos im Internet, dass die Palette fast unüberschaubar ist.

Videoportale
Eine Möglichkeit, Musik und Videos im Internet zu finden, sind die einschlägigen Videoportale. Nicht nur Privatpersonen laden dort ihre Dateien hoch, sondern auch die Plattenfirmen verewigen dort zu Werbezwecken oft Videos der neuesten Chartbreaker. Auch Fernsehsender sind dort vertreten und bieten (oft auch auf ihren eigenen Seiten) Onlineversionen vergangener Sendungen, die manchmal zum Nulltarif angesehen werden können. Bei kostenpflichtigen Seiten sollte jedoch darauf geachtet werden, dass mit den zu zahlenden Beträgen auch die GEMA-Gebühren abgedeckt sind, da es sich ansonsten um kein seriöses Angebot handelt und der Nutzer sich mit eventuellen Downloads strafbar macht. Auch bei den bekannten Videoportalen sollte darauf geachtet werden, dass der bezogene Film aus einer offiziellen Quelle stammt.

Vorsicht, Abmahnungen!
Die Gefahr einer (oft auf Unwissenheit beruhenden) strafbaren Handlung gilt insbesondere für die Benutzung so genannter One-Klick-Hoster oder das Use-Net, bei denen jeder Nutzer Dateien hoch- und herunterladen kann. Sofern es sich dabei um urheberrechtlich geschütztes Material handelt, welches dabei ohne Genehmigung verbreitet wird, ist dies ein illegaler Vorgang. Die Gebühren, die der User entrichtet, decken nur ein gewisses Up- oder Downloadvolumen ab, nicht jedoch die Berechtigung zur Nutzung geschützten Materials. Und es gibt Rechtsanwälte, die von dem Ausfindigmachen solcher Internetnutzer leben. Die Strafen, die für die "Täter" hier anfallen, sollten nicht unterschätzt werden; eine Abmahnung kann auch ohne weitere Folgen bereits mit Kosten über 500 Euro verbunden sein.

Public Domain und legale Downloads
Gute kostenlose Musik und Videos im Internet gibt es aber auch völlig legal. "Public Domain" oder "Open Source" heißen die Zauberworte, die es möglich machen. Es handelt sich dabei um so genannte gemeinfreie Werke, auf die zwar Urheberrechte, aber kein Copyright besteht. In der Regel betrifft das Filme und Musikstücke, für die entweder das Copyright ausgelaufen ist oder die von vornherein von den entsprechenden Urhebern für die freie Verbreitung veröffentlicht wurden. In Deutschland gilt die Faustregel, dass alle Werke, deren Urheber seit mindestens 70 Jahren verstorben sind, der Gemeinfreiheit unterliegen. Es gibt für diese freie Musik und Videos im Internet ebenfalls Portale, die prall gefüllt sind mit interessanten Dateien.

Wer nicht das Risiko einer Abmahnung oder illegalen Handlung eingehen möchten, erhält im Internet dennoch die gesuchten Filme, Videos und Musiktitel. Entsprechende Online-Shops bieten große Auswahl, die für jeden Geschmack etwas Passendes zu bieten hat. Ob John Rambo uncut für einen echten Männerabend oder eine romatische Liebeskomödie für gemeinsame Kuschelstunden. Ein weiterer Vorteil von gekauften DVDs, CDs und Blu Rays ist außerdem die erstklassige Bild- und Tonqualität, die bei vielen (illegalen) Downloads nämlich zu wünschen übrig lässt.